Von vornherein ausschließen konnten wir alle “Nicht-Hart-Hölzer” wie Lärche oder Kiefer sowie alle sehr hellen Hölzer, wie z.B. Garapa. Auch Thermo-Esche kam für uns einzig und allein aus Kostengründen nicht in Frage, obwohl ich nur Gutes darüber gehört habe und man damit sein Gewissen nicht belasten muß, da es sich um speziell behandeltes einheimisches Holz handelt. Die Mischung aus Plastik und Holz (WPC) wollten wir auch nicht. Zum einen ist auch hier der Preis ziemlich hoch und zum anderen sieht es meiner Meinung nach zu sehr nach Plastik aus.

Durch die Seite von Andreas sind wir als ersten auf Bangkirai gekommen. Einige Merkmale dieser Holzart störten uns. Das waren zum Beispiel die Holzfarbe und die hohe Wahrscheinlichkeit von Bohrlöchern im Holz durch Parasiten (die jedoch nur im lebenden Holz existieren, also nur ein optischer Mangel sind), das Auftreten von Haarrissen und die hohe Neigung zum Verziehen.

Durch Zufall habe ich im Baumarkt Massaranduba gesehen. Dieses schöne Rotbraun hat mir sofort gefallen und der Preis war auch nicht groß anders, als bei Bangkirai. Leider fand meine Frau die Farbe zu rot. Die Neigung dieser Holzart zum Verziehen war ein weiterer Grund, warum uns auch nicht dafür entschieden haben.

Als nächstes stand Ipe auf der Liste, welches wirklich sehr schön anzusehen ist, einen noch höheren Härtegrad aufweisst (HG1 statt HG2)  und leider auch sauteuer ist. Damit verabschiedeten wir uns auch von Ipe.

Bevor ich nun weiter schwafel: Wir haben uns für Cumaru entschieden. Die leicht rotbraune Maserung sieht hervorragend aus und auch die anderen Eigenschaften machen diese Holzarten ideal für den Terrassenbau:

  • sehr geringe Neigung zum Verziehen
  • ist auch KD-Getrocknet erhältlich
  • sehr geringe bis gar keine Neigung zum Ausbluten
  • Härtegrad 1
  • relativ günstiger Preis
  • sehr glatte Oberfläch, aber nicht rutschig, wenn naß
  • kaum Neigung zu Splittern und Rissen

Als Unterkonstruktion nutzen wir allerdings Bangkirai. Die Gründe hierfür liegen auch im Preis und die Nachteile dieser Holzart sind für die Unterkonstruktion ohne Belang.

Wir haben lange nach einem günstigen und professionellen Holzhändler gesucht. Zuerst versuchte ich mein Glück bei den Händler bei mir in der Gegend. Leider konnte da niemand Cumaru liefern. Einzig und allein ein Baumarkt hätte liefern können, jedoch zum Preis von über 12 Euro pro laufenden Meter. In dem Zusammenhang kam die zweite Schwierigkeit zum Tragen. Da unsere Terrasse um die Ecke bis zum Erker gehen sollte (wie die alte auch schon), benötigte ich Dielen mit einer Länge von 5,60 Meter. Dies wäre sogar schon mit Bangkirai ein Problem gewesen. Und anstückeln wollte ich nicht.

Jedenfalls sind wir im Internet bei www.sofortholz.de fündig geworden. Die Leute sind sehr nett und freundlich. Der Preis angemessen (7,10 Euro pro Meter Cumaru und 6,65 Euro pro Meter Bangkirai). Leider waren unsere Überlängen nicht vorrätig, so daß wir ca. 6 Wochen warten mussten. Die Transportkosten waren bei unserer Menge schon im Preis inbegriffen. Weiterhin warb dieser Shop damit, KD-Getrocknetes Cumaru zu liefern und die Dielen vor der Lieferung von Hand zu sortieren. Gerade letzteres war mir wichtig, damit ich nicht als Reserve unnötig viel dazu bestellen muß.

Nun noch ein Wort zur Trocknungsart. Wenn möglich, ist KD = technisch getrocknet (killn dried) vorzuziehen, da hier eine viel geringere Neigung zum Verziehen auftritt. Die andere Trockungsart heißt AD = luft getrocknet (air dried)

Anforderungen

Vorbereiten alte Terrasse