Jetzt geht es ans Eingemachte. Aus den vorhandenen Cumaru-Dielen will ich nun Roste zaubern. Die sollen möglichst gerade und auch noch von 2 Mann tragbar sein. Eigentlich wollte ich ungefähr 7 Dielen zu einer Platte verwursten. In Anbetracht des Gewichtes hab ich das gelassen und maximal 5 Dielen, stellenweise nur 4, zu einer Platte verarbeitet. Nur als Hinweis: Eine Platte aus 5 Dielen und ca. 4 Meter lang wiegt knapp 100 kg!!!

Wenn ich mich richtig erinnere, hat Andreas in seinem Blog damals die Platten von unten verschraubt. Das wollte ich zwar auch, habe mich aber dann doch dagegen entschieden. Die Cumaru-Dielen haben eine Stärke von 21 mm (also schon mal bedeutend weniger als die Bangkirai-Dielen von Andreas). Dazu kommt, dass man (oder ich) sicher nicht perfekt die Stelle von unten erwischt, wo die Diele am dicksten ist (da sind ja Rillen reingehobelt – an diesen Stellen ist die Diele nur 17 mm dünn). D.h.: die Schrauben hätten maximal 15 mm in die Diele ragen dürfen. Falls Ihr Euch schon mal die Spitze einer guten Edelstahl-Terrassenschraube angesehen habt, versteht Ihr, warum ich zweifel, dass das dann richtig hält. Das Gewinde geht nämlich nicht bis ganz an die Spitze und die Spitze ist auch konisch (logisch). Erschwährend kommt hinzu, daß die Dielen auch nicht richtig gerade sind. Sieht zwar so aus, aber wenn man die aneinander legt, gibts es locker Abstände von 5 mm (stellenweise waren es sogar 15 mm). Ergo mußte ich mit Spannbändern arbeiten und die Schrauben stehen von Anfang an unter Druck.

Also Andreas hat von unten verschraubt und hatte es deutlich einfacher:

  • seine Dielen waren erheblich dicker
  • seine Dielen waren erheblich kürzer, ergo weniger Kräfte beim Transport der Platte
  • sein Bangkirai-Holz liegt eine Härteklasse unter Cumaru und ist deshalb etwas flexibler zu bearbeiten

Zuerst habe ich die zwei äußeren Dielen auf die beiden Montageböcke gelegt. Dann habe ich in der Mitte (leider schlecht zu sehen) noch einen in der Höhe verstellbaren schmalen Sägebock hingestellt. Genau an die Stelle, wo auch ein Querholz hinkommt. Dieses Querholz habe ich unter die beiden Dielen geschoben, so dass es auf dem mittleren Bock in der Mitte auflag. Das war schon ziemlich stabil.

Als nächstes habe ich die Abstandshalter (sauteuer: 100er Pack 23 Euro) unter die Dielen an den 3 Auflageflächen jeweils Innen und Außen drunter geschoben. Dann die nächste Diele geholt, an die richtige Stelle gelegt und Abstandhalter drunter. Das Ganze noch 2 Mal, bis 5 Dielen vor mir lagen und darauf warteten, miteinander verheiratet zu werden.
Die Abstandshalter sind im obigen Bild gut zu erkennen. Sie sind 3 mm hoch (also die Stelle zwischen Querholz und Diele) und der Abstandsbibbus ist 7 mm stark. Ich wollte zwar kleinere nehmen, aber mir wurde davon abgeraten. Begründung: Bei KD-getrocknetem Holz nimmt man größere, weil das Holz eigentlich nicht mehr schrumpft sondern bei Regen eher quillt und bei AD-getrockneten Holz (oder gar nicht getrocknet), nimmt man schmalere, weil sich das Holz eher zusammen zieht.

Insgesamt wird die Platte von 4 Metern Länge mit 6 Querhölzern zusammengehalten. 3 Stück davon habe ich in der Garage mit Hilfe von Schmiege (Zollstock) und Schraubzwingen in die richtige Position gebracht und Abstandshalter zwischen Querholz und Diele geschoben. Alles fein säuberlich ausgerichtet und dann die erste Diele von oben verschraubt. Vorher wird natürlich jedes Loch (wie bei der Unterkonstruktion auch) vorgebohrt !!!. Ab der zweiten Diele kamen meine beiden Spannbänder zum Einsatz. So wird nun Diele für Diele mit den Spannbändern in den richtigen Abstand zur vorigen Diele gezogen und verschraubt.

An den Stellen, wo die letzten 3 Querhölzer hinkommen, hab ich diese am Ende nur mit Schraubzwingen befestigt inkl. Abstandshalter. Die Platte war damit eigentlich schon stabil, sau schwer, aber noch nicht fertig. Zu zweit haben wir die Platte nun hochkant an ihre Position auf der Terrasse getragen und abgelegt. Noch bischen ausrichten, damit alles im Lot ist, vor allem zur Hauswand und nun wurden die 3 “festgezwingten” Querhölzer vor Ort montiert. Der Grund des Umstands ist relativ einfach. Die Unterkonstruktion fällt ja leicht ab wegen Wasserabfluß. Damit nun die Platte nicht verrutschen kann, wurden die 3 Querhölzer richtig an die Unterkonstruktion gelegt und verschraubt, die Platte hat nun so gut wie kein Spiel mehr und kann weder nach oben noch nach unten wegrutschen.

Die fast fertige Platte bereit zum Transport.

Unterkonstruktion Teil5 (Fertig)

Der Anfang ist geschafft