Beginnen wir damit, die unteren Aluprofile und die Mittelstege (+ Außenstege an den Seiten) auf das richtige Maß zu sägen. Manche nehmen eine Flex, ich hab die Stichsäge genommen (hinterher entgraten). Die Dichtungslippen habe ich erstmal 5 cm länger geschnitten. Danach werden die Profile auf die Sparren geschraubt. Es hilft ungemein das Alu vorzubohren, damit die Schrauben wirklich an der richtigen Stelle in der Mitte des Profils sitzen. Ich habe die Schrauben in einem Abstand von 20 – 25 cm gesetzt. Zum Schluß werden die Stege aufgefädelt/aufgeschoben und schon sind die Schrauben verschwunden.

Hier sieht man gut den Überstand der Profile zum Sparren. An die Stirnseite kommt ja dann später noch die Halterung für die Dachrinne und die Dachrinne selbst, so daß das Ende der Profile und damit auch der Platten über dem ersten Drittel der Dachrinne steht.

Gut zu erkennen ist hier, wie der Mittelsteg auf dem Aluprofil sitzt. Oben am Mittelsteg ist auf die gesamte Länge ein Spalt. Deshalb kann dann das Gegenstück von oben eingeklippst werden, welches genau so aussieht, wie das Unterteil (Aluprofil + Dichtgummi).

Hab jetzt erstmal fix die erste Platte reingelegt, ob wirklich alles so passt, wie ich mir das gedacht habe. Scheint alles hinzuhauen.

Bevor die Platten wirklich gesetzt werden können, ist noch etwas Vorarbeit zu leisten. Mit Druckluft habe ich die einzelnen Kammern der Platten ausgeblasen und somit Dreck und Sägereste entfernt. Danach werden die Kammern am Kopfteil mit Aluklebeband verschlossen, damit keine Insekten rein können. Oben drauf wird dann das Aluabschlußprofil geklippst. Dazu am besten ein kleines Holzklötzchen nehmen und einen Gummihammer.

Das Fußende der Platte wird ebenfalls mit Aluklebeband verschlossen. Hier ist jedoch die Version mit “Löchern” zu nehmen, damit Kondensfeuchtigkeit austreten kann. Auch hier wieder das Aluabschlußprofil, diesmal mit Tropfkante, aufklippsen.

Bei der Verwendung von beschichteten Platten ist darauf zu achten, welche Seite später oben liegt. Damit ergibt sich auch, welche Seite der Tropfkante nach unten zeigen muß.

Vor dem Einsetzen der Platte ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, die Schutzfolie abzuziehen. Das eigentliche Einsetzen bitte vorsichtig machen, am besten zu Zweit, damit auf der empfindlichen Oberfläche keine Kratzer entstehen.

Wie man sieht, habe ich in der Mitte angefangen und mich dann nach Außen gearbeitet. Warum? Man muß ja nach dem Auflegen der Platten das obere Gegenstück des Aluprofils befestigen. Und die Platten haben eine Breite von einem knappen Meter. Man kommt also gerade noch so an das gegenüberliegende Ende ran. Fängt man Außen an mit Platten legen, hat man ein Problem, wenn man sich in der Mitte trifft. Da ist das Dach dann nämlich zu und man kommt nicht mehr ans Profil, es sein denn, man klettert auf’s Dach.

Auch hier ist zum Festklopfen des Aluprofils ein Holzscheit und Gummihammer angesagt.

Und so sieht es aus, wenn man einen Blick auf das obere festgeklopfte Aluprofil wirft.

Das Dach selber ist nun fertig.

Schön zu sehen die Außenkante in weiß. Dabei handelt es sich um einen Mittelsteg, welcher einfach anstatt der Gummidichtlippe in das Profil eingesetzt wird.

So. Und nun noch das Wandabschlußprofil an die Wand schrauben und mit Silikon abschließen. Diese Arbeit geht wirklich absolut beschi$$en. Das Profil geht über die gesamte Breite, ist also ca. 6 Meter lang und “schwippig”. Dazu ist es auf dem Dach sehr rutschig. Man kann also sehr schlecht die Kraft auf die Bohrmaschine bzw. den Schrauber übertragen.

An diesem Tag hatte ich einfach keine Lust, die Abschlußwinkel an den unteren Enden der Aluprofile anzubringen. Immerhin lagen die Platten wirklich extrem festgeklemmt zwischen den Gummilippen der Profile. An den nächsten Tagen kam ich leider auch nicht dazu und so stellte ich mit Erstaunen nach ca. 3 Wochen fest, dass die Platten ca. 20 cm runter gerutscht waren. Ich kann mir das nur durch die Temperaturschwankungen von ca. 20 Grad zwischen Tag und Nacht erklären und dass sich dadurch die Platten ausgedehnt und zusammengezogen hatten. Jedenfalls habe ich dann sehr rasch reagiert und mit Holzklotz und Gummihammer die Platten wieder hochgeklopft und ganz fix die Winkel montiert.

Als krönender Abschluß kam nun noch die Dachrinne ran (Die Bilder entstanden ca ein halbes später).