In den letzten Wochen habe ich mich mit LTE beschäftigt, da ich dies jetzt von Telekom und Vodafone erhalten könnte. Damit würde mein schmalbrüstiges DSL endlich der Vergangenheit angehören.

Leider müsste jedoch der LTE-Router in der Küche am Fenster stehen. Dort habe ich kein Kabel liegen und genau genommen habe ich nirgends Kabel liegen und so reifte bei mir der Entschluss endlich mit dem WLAN-Netz aufzuhören und das ganze Haus nachträglich zu verkabeln. Folgende Prämissen will ich beachten:

  • Möglichst überall gleich Gigabit-Ethernet
  • Ablösung der Bastellösung mit 2 Telefonanlagen (das sind noch Einschränkungen aus ISDN-Internet-Zeiten)
  • Ablösung der per USB konfigurierbaren Telefonanlage auf eine, die per Webfrontend konfiguriert wird
  • So wenig wie möglich Löcher in Wände bohren
  • Maximal zwei Stellen, an denen sich aktive Netzwerkkomponenten befinden.
  • Spätere leichte Erweiterbarkeit/Umschaltung von DSL auf LTE.

Damit ergeben sich einige Maßnahmenbündel:
1. Umzug des DSL-Modems aus dem Arbeitszimmer möglichst nahe an den DSL-Splitter
2. Ersetzen der beiden Telefonanlagen durch eine einzige. Diese möglichst nahe am NTBA.
3. Alle zentralen Verteilknoten mit GB-Switches ausrüsten und verkabeln

Punkt 1 war relativ schnell bewerkstelligt, da ich schon ein Cat6-Kabel zwischen DSL-Modem im Arbeitszimmer und dem DSL-Splitter hatte. Ich mußte also eigentlich nur das Modem versetzen und neu patchen.

Wegen Punkt 2 hab ich lange recherchiert, welche Telefonanlage in Frage käme. Eigentlich wollte ich die neueste Fritzbox 7320, da diese alle Features hat, die ich der Stelle benötige:

  • Telefonanlage
  • DECT-Station
  • Konfigurierbar über Browser
  • WLAN-N
  • Gigabit-LAN
  • SIP-Anlage
  • div. Spielereien, die eigentlich nichts auf einem Router/Telefonanlage zu suchen haben (USB-Anschlüsse, MediaServer)

Jedoch haben mich die vielen negativen Bewertungen abgeschreckt. Anscheinend muß das Gerät erst noch beim Kunden reifen. Davon abgesehen ist die Kiste schweineteuer. Ich habe mich deshalb für eine gebrauchte Fritzbox 7170 entschieden, der ich ein TP-Link-GB-Switch zur Seite stelle. Die Telefonanlage ist dann also ausschließlich für die Telefone verantwortlich und die restliche Netzwerkgeschichte läuft über “richtige” Netzwerkkomponenten. Weiterer Vorteil ist, dass ich meine ganzen Firewalleinstellungen nicht neu vornehmen muß. Damit befinden sich die folgenden Geräte unmittelbar an einem Ort:

  • DSL-Splitter -> NTBA, DSL-Modem
  • NTBA -> Fritzbox
  • DSL-Modem LinkSys AG241 -> DSL-Splitter, Gigabit-Switch TP-Link TL-SG1005D
  • Fritzbox 7170 -> DSL-Modem, Telefone
  • Gigabit Switch TP-Link TL-SG1005D als Zugang zum Gigabit-Backbone im Haus -> Arbeitszimmer, DSL-Modem, später noch Wohnzimmer und Schlafzimmer

Zum Schluß muß ich noch die zweite Telefonanlage im Arbeitszimmer ersetzen, welche momentan mit einem verlängerten S0-Bus direkt am NTBA hängt. Der Grund dafür war in der Prä-DSL-Zeit der benötigte Internetzugang im Arbeitszimmer. Außerdem ist an der Telefonanlage noch ein Telefon und ein Fax angeschlossen. Beide Geräte sollen natürlich in Zukunft an die neue Telefonanlage angeschlossen werden. Dazu muß ich das jetzt als S0-Bus misbrauchte 4polige Telefonkabel wieder umklemmen und die Dosen im Arbeitszimmer neu belegen.

Auf der nächsten Seite beschreibe ich dann den weiteren Ausbau des Netzwerkes.